2020-03-19

Weg der Nahrung, Teil 5

Liebe Hundefreunde, jetzt haben wir das Verdauungssystem des Hundes weitgehend durchlaufen. Aber zwei wichtige Organe, die für die „Verarbeitung“ der Nährstoffe ganz wichtig sind, müssen noch genannt werden. 

Die Leber und die Bauchspeicheldrüse.

Insbesondere die Leber ist sozusagen der Katalysator des Verdauungssytems. Alles Blut des Blutkreislauf durchläuft die Leber. Die Leber speichert die Nährstoffe, die vom Dünndarm in den Blutkreislauf abgegeben werden und wandelt sie durch Zugabe von Enzymen in Aminosäuren und andere Nährstoffe um. Sie baut Giftstoffe aus der Nahrung ab.

Zu den Giftstoffen müssen auch alle künstlichen und chemischen Zusatzstoffe, wie z. B. Farb-, Geschmacks-, Konservierungsstoffe, Antioxydantien und vieles mehr, die im Hundefutter enthalten sind, gezählt werden.

Die giftigen Abbauprodukte der Leber werden im Körpergewebe eingelagert oder über Drüsen in den Dickdarm abgegeben. Hier schädigen diese Stoffe die vorhandene Darmflora. Als Folge wird das Immunsystem des Hundes geschwächt, es kommt zu Durchfallerkrankungen, Allergien, Lebererkrankungen und vieles mehr. Ich möchte in diesem Zusammenhang einen Artikel von Tierarzt Dirk Schrader, Hamburg empfehlen der da heißt:

Befund: Keine normale Darmflora vorhanden  (Verlinkung)

Zusammen mit der Bauchspeicheldrüse hält die Leber den Blutzuckerspiegel konstant. Gelangt zu viel Zucker in den Blutkreislauf, dann muss die Bauchspeicheldrüse immer neues Insulin produzieren und über die Leber in den Blutkreislauf abgeben. Das überlastet auf Dauer die Bauchspeicheldrüse und sie kann irgendwann nicht mehr ausreichend Insulin produzieren. Der Hund wird zuckerkrank.

Woher kommt aber nun der Zucker in der Nahrung? 

Zum Beispiel von hohen Anteilen an Maisprodukten (= Stärke) oder Zuckerrübenmelasse im Hundefutter. Stärke wandelt der Hundekörper zu Zucker um. Hundefutter mit hohen Anteilen von Mais und/oder Maisabfallprodukten, Getreide und/oder Getreideabfallprodukten und/oder Zuckerrübenmelasse ist somit sehr energiehaltig. Die überschüssige Energie lagert der Hundekörper in Form von Fett ein.

Warum habe ich das alles geschrieben? Aus meiner Sicht muss man die Verdauungsvorgänge im Körper des Hundes kennen, um zu verstehen warum und wie die Hundenahrung die Gesundheit des Hunde beeinflusst. Ich hoffe, ich konnte dieses in meiner kleinen Reihe ein wenig verständlich machen.

Jetzt mag sich jeder seine eigenen Gedanken zum Thema „Ernährung meines Hundes“ machen. Ich für weiß jedenfalls, warum ich meinen Mailo nur mit natürlicher und artgerechter Nahrung in Lebensmittelqualität ernähre.

Rolf - 18:54:59 @ Hundeernährung